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Im Folgenden möchten wie Ihnen wichtige Begriffe zum Verständnis von Krankheit, Unterdrückung von Symptomen und Heilung näher erläutern.
In der Homöopathie wird davon ausgegangen, daß der Mensch ein geschlossenes Ganzes darstellt. Jedes Symptom kann wichtig sein und wie bei einem Hologramm oder Fraktal das Ganze wiederspiegeln.
Jedes Lebewesen stellt ein eigenes Energiesystem dar, welches auf Reize der Umgebung, seine Nahrung etc. in seiner eigenen Weise und aufgrund seiner genetischen Ausstattung reagiert.
Was ist Krankheit?
Die Krankheit oder besser die Ursache für krankhafte Zeichen und Symptome des Organismus liegt in einer Störung der Lebenskraft des Menschen. Die Symptome z.B. Kopfschmerzen, Frösteln, wiederholte Infekte sind nur Äußerungen der Krankheit, aber nicht die Krankheit selbst! Wenn z. B. bei einem Auto die Benzinanzeige auf Null fällt, und der Motor stehen bleibt, so sind dies nur "Symptome" dafür, daß ein Benzinmangel vorliegt. Wir würden uns in diesem Beispiel furchtbar aufregen, wenn die Werkstatt bei diesen Symptomen die Benzinanzeige austauschen würde und den Motor herausnähme und untersuchen würde, wobei sie feststellt, daß ihm gar nichts fehlt.
Anhand der Symptome versucht der Homöopath zu verstehen, in welchem Bereich die Lebenskraft gestört ist. In der Krankheit fühlen wir uns in unserem natürlichen freien Leben "blockiert", wir haben z.B. Rückenschmerzen beim Aufstehen, Kopfschmerzen bei Lärm, Herzklopfen im Liegen etc.
Die Frage nach Gesundheit oder Krankheit des Menschen hat also mit seiner gesamten Lebensweise, mit allen körperlichen, seelischen und geistigen Aspekten, seiner Existenz (im Krankheitsfall also auch mit allen seinen Symptomen) zu tun. Zur Lebensweise gehört aber auch die Ernährung. Also: Alle Symptome sind wichtig. Deshalb fragt der Homöopath auch nach Symptomen, die z.B. sein "Fachgebiet" gar nicht betreffen und dem Patienten vielleicht nebensächlich erscheinen. z.B. Frösteln oder Schwitzen, welches Klima ihm gut tut, Verlangen nach bestimmten Nahrungsmitteln usw. z.B. gibt es Patienten die abends leicht frösteln, sich aber nicht trauen dies als Symptom zu erwähnen, sondern erst nach einer natürlichen Erklärung suchen.
Was ist Heilung?
Wenn der gestörte Organismus des Patienten durch das richtige (homöopathische) Mittel umgestimmt wird, hat der Kranke das Gefühl, daß ihn das Leben wieder harmonisch durchfließt.
Den natürlichen Heilprozeß des Körpers anzuregen und Blockaden, die der Wiederherstellung des organischen Gleichgewichts im Wege stehen, auszuräumen, und zwar mit sichtbaren Erfolg, ohne die unliebsamen Nebenwirkungen von starken Drogen, Bestrahlungen und operativen Eingriffen, ist das Ziel der Behandlung.
Naturgemäß dauert eine derartige Heilung je nach Tiefe der Krankheit unterschiedlich lange. Man nimmt an, daß der Körper pro Jahr der Erkrankung 4 Wochen Zeit zum Heilen braucht. Wenn also jemand seit 10 Jahren Asthma hat, wird er mindestens ein Jahr benötigen, bis er eine deutliche Besserung erkennt. Oft bemerkt er aber schon wesentlich früher eine Besserung.
Was ist Unterdrückung?
Wenn man nur die Symptome der Krankheit beseitigt, z.B. Hautausschläge mit Cortisonsalbe, dann verlagert sich die Krankheit auf die anderen Organe, sie sucht sich einen anderen Ausweg. Dies nennt man eine "Unterdrückung". Häufig tritt z.B. Asthma nach einem erfolgreich behandelten Hautausschlag auf. Die Unterdrückung einer Krankheit ist keine Lösung, man muß sie beseitigen, denn sonst tritt sie immer wieder auf.
Zwar nicht unbedingt als gleiche Krankheit sondern mit verschiedenen Gesichtern. So findet man keine "echte Heilung" in der landläufigen Medizin, weil diese die eigentlichen Ursachen chronischer Krankheiten nicht erkennt. Es werden zwar Medikamente verabreicht, aber die Wurzel des Übels bleibt.
Was ist wichtig bei der Heilung?
Der erste Faktor ist die Stärke der Lebenskraft, die den natürlichen Abwehrmechanismus in Gang setzt. Ein Patient mit kräftiger Konstitution zeigt stärkere Reaktionen auf das Mittel, während beim Menschen von schwacher Vitalität der Heilvorgang länger dauert. Der kräftige Mensch braucht vielleicht nur eine einzige Verschreibung, während der geschwächte unter Umständen eine sorgfältig geplante Mittelfolge braucht. Schließlich spielt noch die bisherige lebensweise in bezug auf Ernährung und Bewegung eine Rolle, wer ungesund isst, viel Alkohol trinkt und raucht und dabei kaum etwas tut, um seinen Körper fit zu halten, muß sich ebenfalls auf eine längere Behandlungsdauer gefaßt machen. Zusätzlich kommen hinsichtlich der Heilungsdauer natürlich die Art der Symptome in Betracht, sind es vorwiegend körperliche, wird die Heilung rascher erreicht als bei mehr geistigen und gefühlsmäßigen. Dies liegt daran, daß die Abwehrkräfte schädliche Einflüsse immer soweit wie möglich auf die Außenbezirke des Organismus zu begrenzen versuchen. Die Heilung erfolgt von innen nach auBen und von oben nach unten.
Aber was ist damit gemeint? Zentrum des Menschen ist das Gehirn, es ist der Sitz des Denkens und der Steuerung aller Funktionen. Bekannt ist auch, daB bei einer Störung des Zentrums der ganze Organismus leidet. Wenn die Symptome nun vom Zentrum, der geistigen Ebene, zu den AuBenbezirken des Körpers wandern, erkennt der Homöopath, daß die Heilung allmählich voranschreitet. z.B. Kann es bei einem an Asthma erkrankten Patienten zu einem Hautausschlag kommen. Das heißt, daß der Heilprozeß funktioniert, weil der Körper von innen nach außen gesund wird. z.B. ist die Richtung von oben nach unten hauptsächlich bei Hautausschlägen zu beobachten. Die Beschwerden verlagern sich vom Kopf aut die Fingernägel. So erkennt der Homöopath daß die Heilung erfolgt. Die größte Anforderung an den Patienten während der Zeit der "Heilung" besteht aber darin, daß er vorübergehende Verschlechterungen seines Befindens, die sogenannten "Heilungskrisen" geduldig durchsteht! So kann es z.B. zum Auftreten von akuten Krankheiten, Fieber oder Hautausschlägen kommen, die dann möglichst natürlich behandelt werden sollten. Hierbei können Schleimlöser, pflanzliche Mittel und Schmerzmittel benutzt werden, aber möglichst keine homöopathischen Mittel oder Mischungen!! Erlaubt sind z.B. Sinupret, Gelomyrtol, Schleimlöser, Schmerzzäpfchen, Proteozym (Ananasenzyme) und Nasenspray. Eine Unterdrückung der Symptome mit Anitbiotika oder Cortison sollte möglichst vermieden werden.
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1. nimmt alle Symptome auf
2. empfiehlt eine Anamnese (Dauer 1-2 Stunden)
3. verordnet nur ein Mittel auf einmal
4. beobachtet sorgfältig die Reaktionen
5. erwähnt mögliche Störfaktoren wie Kaffee, Kamille, Pfefferminz
6. ist auch am Wochenende erreichbar
7. weigert sich "Schnell und Billighomöopathie" zum Kassensatz durchzuführen

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